Weitere Informationen über Iaido beim Deutschen Iaido Bund
Vor über 600 Jahren entwickelten die Samurai Japans Schwerttechniken zu ihrer Selbstverteidigung. Ziel war damals, einem plötzlichen Angriff ohne Erschrecken und Angst zu begegnen und durch möglichst wenige Schwertbewegungen den Angreifer töten zu können. Ethische und ästhetische Aspekte hatten keinerlei Bedeutung.Durch den Einfluss des Zen-Buddhismus wandelten sich in den nachfolgenden Jahrhunderten die alten Schwerttechniken von einer reine Kampfkunst zu einem Übungs"Weg" (Do). Nicht das Siegen über den Gegner stand im Mittelpunkt der Übung, sondern der Kampf mit sich selbst, gegen die Unzulänglichkeiten und Schwächen. Heute wird nach festgelegten Bewegungsformen geübt - in der Regel alleine gegen imaginäre Gegner. Das Ziehen, schneiden und Zurückführen des Schwertes in die Scheide variiert entsprechend verschiedener Ausgangssituationen. Der Iaido-Schüler strebt danach, konzentriert und innerlich ruhig, teils dynamische, teils ruhige Bewegungen harmonisch und natürlich auszuführen. Damit will er seine seelische Stabilität, seine "Mitte" finden (KI KEN TAI ICHI = Einheit von Geist, Körper und Schwert). Ein Schwertgroßmeister hat das Ziel des heutigen Iaido so formuliert: "Durch das Studium der Schwertbewegungen wird versucht, Ruhe im Gemüt zu erlangen, Selbstbewusstsein und einen positiven Charakter zu entwickeln, Körper und Geist in guter Verfassung zu erhalten und die Entwicklung der eigenen Sensibilität und Intuition zur Wahrnehmung von sich selbst und allen Formen des Lebens".
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