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Taunus Zeitung: Wer denkt sich so was aus?

TuS verzichtet auf Hallenöffnung

Die Türen der Friedrich-Hill-Halle bleiben weiter geschlossen. foto: JR

Die Öffnung von Sporthallen ist seit Montag zwar wieder möglich, doch an der Friedrich-Hill-Halle stehen die Sportler weiter vor verschlossenen Türen. “Wir machen das nicht mit”, sagt die Vorsitzende der Turn- und Spielvereinigung (TuS) Steinbach, Heike Schwab. Nicht weil man nicht wolle, sondern weil man schlicht nicht wisse, wie man die Vorgaben sinnvoll und gerecht umsetzen könne.

“In unsere Halle könnten nach Vorschriftenlage bis zu zehn Personen aus zwei Familien Sport treiben”, sagt sie. Mal abgesehen, dass es so große Familien, die gemeinsam Sport treiben, kaum noch gibt, so dass es wahrscheinlicher wäre, dass nur vier bis fünf Personen gleichzeitig die Halle nutzen können, gibt sie zu bedenken. Das bedeute beispielsweise, dass man entweder das Sportintervall so verkürzen müsse, dass jeder die Gelegenheit hat, ein Übungsangebot wahrzunehmen, oder man müsse es der einen Gruppe erlauben, gleich tageweise die Halle zu nutzen und anderen genau das untersagen.

Und dann ist da auch noch die Trainerfrage: Nicht jeder Übungsleiter könnte einen ganzen Tag in der Halle stehen, um das Angebot zu überwachen; andere wiederum haben Bedenken, sich so lange in einer Halle mit wechselnden Personen aufzuhalten. “Das funktioniert doch alles nicht”, ärgert sich Schwab, die sich fragt, wer sich solche realitätsferne Regelungen ausgedacht hat.

Derzeit trainieren die Handballer und Fußballer im Rahmen der Corona-Bedingungen im Freien. “Zum Glück unterstützt uns hier die Stadt nach Kräften”, betont die Vereinsvorsitzende. Gerne hätte die TuS auch noch Jugendsport auf den Sportplatz ins Freie verlegt, um wenigstens auch hier ein Angebot präsentieren zu können. Doch nun steigen die Corona-Zahlen wieder. “Lohnt es sich, daher wegen zwei Übungseinheiten – dann ist nämlich Osterpause – den Betrieb wieder anlaufen zu lassen?”, fragt die Vorsitzende.

Zurück zur alten Regelung

Lieber wäre ihr, man könne wieder auf die Regelungen des vergangenen Herbsts zurückkommen: eine Hallenöffnung mit dem bewährten Hygienekonzept. Das habe sehr gut funktioniert. Junge und ältere Sportler hätten sehr diszipliniert Masken getragen, Abstände eingehalten, die Desinfektionsregeln beachtet und den separaten Ein- und Ausgang genutzt. “Das hat wunderbar geklappt”, sagt Schwab und betont, dass es keine einzige Infektion gegeben habe.

Gleichwohl wäre es für den Verein äußerst wichtig, bald wieder mehr Sport anbieten zu können. Der Druck der Mitglieder wachse, aber bisher habe sich der Vorstand einmütig dagegen ausgesprochen – wohl wissend, dass das negative Konsequenzen für den Verein haben könnte. “Wir befürchten, das viele Mitglieder kündigen werden, wenn sie weiterhin keinen Sport machen können”, sagt Schwab. Schon jetzt lägen einige Austritte vor. Dabei ist der Verein mehr denn je auf die Mitgliedsbeiträge angewiesen.

“Die Kosten laufen für uns ja weiter”, erläutert die Vorsitzende. Die Energiekosten müssten beispielsweise bezahlt, der Kredit für die Dachsanierung müsse ebenfalls bedient werden, zählt sie auf. “Das sind schon Hausnummern.”

Keine Aussetzung der Beiträge

Etwaige Hoffnungen, dass beispielsweise die Beiträge ausgesetzt werden für Mitglieder, die kein Sportangebot des Vereins wahrnehmen können, erteilt Schwab eine klare Absage. “Das dürfen wir nicht. Als eingetragener Verein sind wir verpflichtet, diese Beiträge zu erheben. Aus dem gleichen Grund muss die TuS auch ihrerseits Beiträge an Sportverbände zahlen, auch wenn in diesen Sportarten der Trainings- und Spielbetrieb ruhe.

Alexander Wächtershäuser

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Handball HSG Steinbach/Kronberg/Glashütten

So oder so ähnlich sieht es bei den Trainerinnen und Trainer der HSG Steinbach/Kronberg/Glashütten zu Hause aus. Die Handbälle hängen am Haken und warten auf ihren Einsatz. Seit Monaten ist ein normales gemeinsames Handballtraining in der Halle nicht mehr möglich, seit fast einem Jahr finden keine Spiele mehr statt. Um trotz der Einschränkung weiterhin aktiv zu bleiben haben die weibliche A- und B-Jugend der HSG ihr Training umgestellt und trainieren einmal die Woche individuell mit Hilfe der vom Trainerteam eingestellten Online-Videos und einmal gemeinsam über ein Videokonferenztool, bei dem wöchentlich wechselnd das Training von einer Spielerin vorbereitet und angeleitet wird. Gerade durch das gemeinsame Onlinetraining ging der Teamzusammenhalt trotz der fehlenden persönlichen Treffen nicht verloren, der Teamgeist stimmt! Selbstverständlich hoffen alle darauf, dass bald wieder der normale Handballalltag beginnt, bis dahin aber arrangieren sich die Handballerinnen mit der Situation und verhalten sich coronagerecht.

In der kommenden Saison werden wir dann nicht nur mit Mädchenteams, sondern auch mit einem Frauenteam an den Start gehen. Unsere Handballerinnen freuen sich über Neuzugänge.

Bei Interesse reicht eine kurze E-Mail an rodenhaeuser@live.de.

Oliver Rodenhäuser

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Information des Landessportbundes über die Mitgliedsbeiträge

Liebe Mitglieder,

im Anhang findet ihr die Information des Landessportbundes über die Mitgliedsbeiträge. Dies für euch, sollten einmal Anfragen der Mitglieder kommen.

Wir alle hoffen sehr, dass alsbald der Sportbetrieb wieder aufgenommen werden kann. Wer es sich von den Übungsleitern dann zeitlich einrichten kann und Freude daran hat, kann dann gerne auch in den Oster- und Sommerferien Training anbieten.

Bleibt gesund und haltet durch. Wir werden durch diese Krise gemeinsam kommen.

Herzliche Grüße
TuS Steinbach
1.Vorsitzende, Heike Schwab

Hierzu der LSV S-H: Es ist trotz einer besonderen Lage durch die Corona-bedingten Auswirkungen auf die Sportvereine davon auszugehen, dass die bisherigen Grundsätze zur Regelung der Mitgliedsbeiträge gelten. Grundsätzlich wird der Vereinsbeitrag unabhängig davon fällig, ob ein Mitglied das Sportangebot eines Vereins tatsächlich in Anspruch nimmt. Mitgliedsbeiträge sind vielmehr Beiträge, die auf Grund der Satzung von Mitgliedern lediglich in ihrer Eigenschaft als Mitglied erhoben werden. Mit dem Mitgliedsbeitrag werden die laufenden Kosten eines Vereins gedeckt (fallen i.d.R. auch bei Stillstand an). Dieser ist meist eh schon knapp kalkuliert. Daher wird es ganz überwiegend als nicht gerechtfertigt angesehen, wenn ein Mitglied für einen zeitliche begrenzten Zeitraum, in dem die Leistungen des Vereins entfallen, den Mitgliedsbeitrag mindert oder eine außergewöhnliche Kündigung vollzieht. Lesen Sie dazu auch gerne die anderen Beiträge zum Thema Sonderkündigungsrecht in dieser Rubrik.
Viele Vereine sehen es aber aktuell als nicht gerechtfertigt an, die Beiträge einzuziehen, da der Verein aufgrund der Einschränkungen in Zusammenhang mit der Corona-Pandemie zeitweise überhaupt kein Sportprogramm anbietet und möchten daher auf die Beitragserhebung zeitweise verzichten.
Vor dem Hintergrund der Gemeinnützigkeit und der steuerlichen Regelungen hierzu ist das nicht ganz unproblematisch: Der Verzicht auf Beiträge, ohne dass dies in den Satzungsbestimmungen oder Beitragsordnungen geregelt ist, kann schädlich für die Gemeinnützigkeit sein. Möglicherweise macht sich ein Vereinsvorstand, der ohne satzungsmäßige Grundlage, ohne Regelung in der Beitragsordnung und ohne Beschluss der Mitgliederversammlung Beiträge bei einzelnen oder auch pauschal bei allen Mitgliedern nicht einzieht, sogar gegenüber dem Verein schadensersatzpflichtig.
Es ist daher dringend zu raten, vor einem Verzicht auf die Einziehung von Beiträgen nach einer Regelung hierzu in der Satzung und / oder Beitragsordnung zu suchen. Oft gibt es Sozialklauseln, die zumindest für unmittelbar durch die Corona-Auswirkungen in wirtschaftliche Not geratene einzelne Mitglieder oft einschlägig sein werden. Dass alle Mitglieder hiervon profitieren können (pauschaler Beitragserlass), ist dagegen eher unwahrscheinlich.
Fehlt eine Regelung zum Beitragsverzicht oder Beitragserlass in der Satzung oder Beitragsordnung, so ist Vorständen dringend zu empfehlen, zuvor das Votum des zuständigen Gremiums hierfür, meist ist es die Mitgliederversammlung, einzuholen.
Anders sieht es bei Beitragsstundungen aus. Ist ein Vereinsmitglied zeitweise in Zahlungsverzug gekommen, da es die Beiträge aus wirtschaftlicher Not heraus nicht leisten kann, und verzichtet der Vorstand vorläufig auf die Beitragszahlung gegenüber diesem einzelnen Mitglied, sollte dies unkritisch sein.

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Prellball, Quasi wie Volleyball, nur andersrum….

Bei der TuS Steinbach wird Prellball seit Jahrzehnten gespielt, und bereitet uns viel Freude und Spaß an der Bewegung, dem Spiel und auch dem Sieg der eigenen Mannschaft.

Und was versteht man unter Prellball? Der Ball wird mit der Faust so „geprellt“, dass er erst im eigenen Feld aufkommen muss, bevor er im gegnerischen Feld aufspringt, von einem Spieler angenommen, zum eigenen Mann abgespielt wird, und dann erst wieder zurückgeschlagen werden kann.Ein Spielzug funktioniert genau wie im Volleyball: Annahme, Vorlage, Angriff. Nur andersrum. Und der Ball muss natürlich über die Leine, die 40cm hoch ist, und nicht unten durch.

Du möchtest Prellball ausprobieren? Wir freuen uns auf neue Spielerinnen und Spieler, Frauen und Männer. Am besten schaust du mal unverbindlich bei einem oder mehreren Probetrainings vorbei und lernst dabei Prellball und auch die Leute kennen. Wir spielen Montagabend in der Friedrich-Hill-Halle.

Nähere Auskünfte gibt gerne Hansgünter Knopf unter der Tel. Nr. 06171-79074. Da wir immer noch nicht wissen, wann der Sportbetrieb losgeht, könnt ihr euch auch gerne unter sport@tus-steinbach.de anmelden, und sobald es wieder losgeht, melden wir uns bei euch und ihr könnt gerne zu einer Schnupperstunde vorbeischauen. Wir freuen uns auf euch!

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Bankeinzug des halbjährlichen TuS Beitrages für 2021

Liebe Mitglieder,

am 19. Januar 2021 hat der TuS Vorstand per Onlinekonferenz beschlossen, dass der halbjährliche Bankeinzug für den Mitgliedsbeitrag 2021 auf den 1. April 2021 und 1. Oktober 2021 verlegt wird. Wir möchten damit erreichen, dass aufgrund der Corona-Pandemie und die dadurch bedingten finanziellen Einschränkungen (Kurzarbeit etc.) eine Entlastung für unsere Mitglieder entsteht.

Soweit es unseren Übungsleitern möglich sein wird, wollen wir unser Sportangebot in diesem Jahr auch in den Schulferien anbieten, um somit die Fehlzeiten etwas abzufangen.

Wir danken euch allen für eure Solidarität.

Mit sportlichem Gruß euer TuS Vorstand

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TuS hat bei der REWE Aktion 7549 Punkte gesammelt

Die TuS Steinbach bedankt sich bei allen REWE-Kunden, die bei der Aktion „Scheine für Vereine“ zwischen dem 2. November und 20. Dezember 2020 für uns mitgemacht und gesammelt haben. Insgesamt konnten wir 7.549 Scheine sammeln, mit denen wir für die TuS Steinbach kostenlose Prämien einlösen können.

REWE hat mit ihrer Kampagne auch in diesem Jahr die TuS Steinbach bei der Vereinsausstattung eine große Unterstützung geleistet.

Der Vorstand
Turn- und Spielvereinigung Steinbach 1885 e.V.

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Vandalismus TuS-Halle

Leider mussten wir am Dienstag, den 29.12.2020 feststellen, dass in unserer Sporthalle entgegen jeglicher Corona-VO-Bestimmungen gefeiert und zudem randaliert wurde.
Der Tribünenvorhang wurde zum Teil heruntergerissen (hierfür hatten wir über 650,00 € im Sommer für Reinigung und Reparaturarbeiten bezahlt), die Schutzverkleidung an der Tribünenkante wurde abgerissen und der Fußboden auf der Tribüne und dem Hallenboden klebte infolge verschütteter Getränke.

Die Turnhalle wurde mittels SCHLÜSSEL betreten.
Habt ihr alle noch euren Schlüssel oder kann es sein, dass dieser gegen euren Willen zum Betreten der Halle benutzt wurde?
Gegebenenfalls muss darüber nachgedacht werden, die bei Maike numerisch hinterlegten Schlüssel auf Vollständigkeit zu überprüfen.

Ebenso wurde aufgrund von Zeugen festgestellt, dass in der ganzen Nacht von Samstag, 26.12.2020, auf Sonntag,27.12.2020, das Licht in der Damendusche brannte.
War jemand von euch in der Halle oder kann hierzu was sagen?

Es handelt sich hier um ein vereinsschädigendes Verhalten, gegen welches WIR ALLE entschieden vorgehen sollten!

Der Vorstand bittet um eure Mithilfe, um die Schuldigen zu ermitteln und gegen sie vorzugehen.
Wir sind um jeden Hinweis dankbar und behandeln alle Mitteiler, sofern dies ihr Wunsch ist, vertraulich.

Wenn die Schuldigen sich für ihr Verhalten verantworten und für den verursachten Schaden aufkommen, wird der Vorstand dies stillschweigend akzeptieren.

Werden die Schuldigen anderweitig bekannt, haben sie ihr Recht auf Vereinsmitgliedschaft verwirkt und mit Schadensersatzforderungen zu rechnen.
Zudem behält sich der Vorstand vor, Strafanzeige wegen Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch und Verstöße gegen die Corona-VO zu stellen.

Bitte helft uns das Ganze aufzuklären.

TuS Vorstand
Heike Schwab und Mario Hund

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Frohe Weihnachten

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Dezember 2020: Weiterer Lockdown bis Mitte Januar 2021

Lieber Sportlerinnen und Sportler,

wie ihr aus den Medien erfahren habt, ist weiterhin der Sportbetrieb, bis vorerst Ende der Winterferien 10. Januar 2021 eingestellt. Wir bedauern diese Vorgaben sehr. Es ist jedoch zu hoffen, dass wir durch die Maßnahmen einen Weg aus der Pandemie finden. Ihr habt euch alle an die gesetzlichen Vorgaben gehalten. Jedoch sind die Infektionszahlen so hochausgefallen, dass der Gesetzgeber keinen anderen Ausweg als den kleinen Lockdown gesehen hat. Das „Angebot“, dass zwei Personen die Halle zum Sport nutzen können, entbehrt jeder Grundlage. Die städtische- und auch die Kreishalle sind geschlossen. Wer übernimmt die Kontrolle und die Haftung? Wer hat die Schlüsselgewalt? Wer darf aus der Mannschaft Sport machen? Wer wird ausgeschlossen? Im Anbetracht der Fairness müssen wir die Halle für alle Sportler zu lassen. Wir bitten um Verständnis.

Allen Übungsleitern, Helfern und Unterstützern herzlichen Dank für euer Engagement. Wir wünschen euch allen ein besinnliches Weihnachfest, auch wenn dies in manchen Familien anders ausfällt, als sie dies bisher traditionell gewohnt sind. Weiterhin wünschen wir einen guten Start ins Jahr 2021. Bleibt gesund!

Der Vorstand
Turn-und Spielvereinigung Steinbach 1885 e.V.

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November 2020: Das Dach ist wieder dicht

Dienstag, 17. November 2020, Taunus Zeitung

TuS kann Hallen-Sanierung bald abschließen – Sportbetrieb ruht wegen Corona-Auflagen.
Es gab Zeiten, als die Mitglieder der Turn- und Spielvereinigung (TuS) Steinbach bei Regen Eimer in ihrer Vereinshalle aufstellen und anschließend den Boden putzen mussten. Die Abdichtungen der sich überlappenden Eternitplatten des Daches waren porös geworden und ließen Wasser hindurch, das durch die Hallendecke auf den Boden tropfte. Das wiederum drohte den Hallenboden aufzuweichen.
Diese Gefahr ist inzwischen gebannt. Die Sanierung des Dachs sei abgeschlossen und “einwandfrei” verlaufen, freut sich die TuS-Vorsitzende Heike Schwab. Im April war es damit losgegangen. Demnächst werde man auch die letzten Arbeiten beenden können, so Schwab.
Derzeit sind noch die Elektriker in der Halle an der Obergasse zugange. Während der Innenarbeiten habe man festgestellt, dass die Kabel und Sicherungen in schlechterem Zustand waren als gedacht. Deshalb hatten die Vereinsverantwortlichen entschieden, neben der Beleuchtungsanlage auch alle Stromleitungen erneuern und den Sicherungskasten verlegen zu lassen. “Das war so nicht geplant”, schildert Schwab.
Man habe aber viel Glück mit dem Architekten und den beauftragten Handwerkern gehabt, lobt die TuS-Vorsitzende. Deshalb bewege man sich derzeit bei den Kosten “noch im Rahmen”. Mit 330 000 Euro wird die Sanierung der vereinseigenen Friedrich-Hill-Halle an der Obergasse voraussichtlich zu Buche schlagen. 70 000 Euro steuert das Land bei, den Großteil muss die TuS Steinbach aber aus eigenen Mitteln oder über Spenden finanzieren. “Da haben wir eine ganz große Solidarität erlebt”, freut sich Heike Schwab.
Um so ärgerlicher ist es, dass der Verein ausgerechnet jetzt wieder den Sportbetrieb einstellen musste – wegen des erneuten Lockdowns im Zuge der Corona-Pandemie. “Das ist ein harter Schlag für uns”, sagt die Vereinsvorsitzende.
Schon während der ersten Phase im Frühjahr sei die Zahl der Mitglieder um etwa 100 auf 750 gesunken. Das habe man zwischenzeitlich zwar wieder weitgehend kompensieren können, sagt Heike Schwab. Doch nun befürchtet sie einen erneuten Mitgliederschwund.
Kinderturnen geht nicht online
Dabei habe man getan, was möglich war, versichert die TuS-Chefin. “Wir haben alle Vorschriften eingehalten.” Die Gruppen seien verkleinert, die Umkleidekabinen geschlossen worden – “und wir haben viel Geld für Desinfektionsmittel ausgegeben.” Während der Sommermonate habe vieles im Freien stattgefunden. Das habe dem Sportbetrieb sogar “einen neuen Schub gegeben”, schildert Heike Schwab. Sportler und Trainer hätten gemerkt, was alles außerhalb der Hallen möglich gewesen sei – und dies auch ausgiebig genutzt.
Neben der Friedrich-Hill-Halle, in der in normalen Zeiten Turner, Tischtennisspieler und Kampfsportler zugange sind, belegt die TuS auch die städtische Altkönighalle für die Handball- und Badmintonabteilung.
Doch auch dort ruht der Sportbetrieb zurzeit komplett. Jedenfalls fast. Für Aikido habe man ein Online-Angebot einrichten können. Bei den anderen Sportarten, die bei der TuS betrieben werden, sei das aber schwierig. “Wie wollen Sie Kinderturnen online machen?”, fragt Heike Schwab.
Auch die Änderungen der Corona-Verordnung durch die Landesregierung in der vergangenen Woche ändern daran nichts. “Wir lassen die Hallen zu”, sagt Heike Schwab. Dass Amateur- und Freizeitsportler wieder alleine, zu zweit oder mit den Angehörigen des eigenen Hausstands Sport treiben dürfen, helfe Vereinen wie der TuS Steinbach nichts. Schließlich könne man nicht für zwei Leute die Halle aufschließen und womöglich einen Trainer bereitstellen. “Das ist Quatsch.” Und der Verein könne auch nicht jedem, der auf eigene Faust Sport treiben wolle, einen Schlüssel in die Hand drücken.
In einem Schreiben an die Mitglieder appelliert die Vorsitzende: “Bitte haltet uns alle die Treue. Auch diese vier Wochen wird unsere große TuS-Sportgemeinschaft überstehen.” Schließlich sei es nur so möglich, in den nächsten Jahren das Darlehen zu tilgen, das man für die Sanierung der Vereinshalle aufnehmen musste. Torsten Weigelt, Taunus Zeitung