
Bereits zum 18. Mal haben Anne und Jürgen die TuS-Wanderinnen und Wanderer in das Wanderparadies Vogelsberg entführt.
Erwartungsfroh bestiegen am 27. Juni, Siebenschläfertag (!) um 9:00 Uhr sichtlich gut gelaunte Wanderinnen und Wanderer den Bus am Freien Platz in Richtung Hartmannshain/Herchenhain zum Bergmähwiesenpfad. Zur Freude aller lief die Klimaanlage im Bus, da die Außentemperatur schon 28 Grad betrug. Was wir noch nicht wussten, es sollte ein Tag mit einem Temperaturrekord vor Ort werden. Im Vorfeld hatten wir schon wegen der angesagten Temperaturen von 36 Grad hin und her überlegt, wie wir unsere Wanderung der Hitze angepasster umändern könnten. Denn absagen konnten wir die Tour nicht, da eine kostenfreie Stornierung nicht mehr möglich war.
Normalerweise wird über das Klima im Vogelsberg gesagt, es sei ein Dreiviertel Jahr Winter und ein Vierteljahr kalt… Aber bei 36 Grad ….? Jahrzehntelange Erfahrungen gelten auch hier nicht mehr.
Es gab einige wenige Abmeldungen, alle anderen waren entschlossen trotz der heißen Temperaturen mit in den Vogelsberg zu fahren und zu wandern.
Während der Busfahrt gab Anne ein paar wissenswerte Informationen zur Wanderung.
Gegen 10:30 Uhr erreichte der Bus den Parkplatz in Hartmannshain, wo die „Fitten“ die „Freudigen“ verließen. Erstaunlicherweise hatte sich auf der Fahrt dorthin die Zahl der Freudigen gegenüber der ursprünglichen Anmeldung erhöht. Sicher war die Hitze ein Grund, aber ob die Tatsache, dass die Freudigen ihre Wanderung im Café „Vogelschmiede“ auf der Herchenhainer Höhe begannen, dabei eine Rolle spielte, wollen wir einmal offenlassen.
Nach den ersten Steigungen war den Fitten klar, dass heute niemand frösteln würde. Schon wenige Meter nach dem Start war zu ahnen, was es mit dem Bergmähwiesenpfad auf sich hat: Über sehr angenehm zu laufende schmale Wald- und Wiesenpfade ging es stetig bergauf, begleitet von einer himmlischen Ruhe – wenn man einmal von dem vielfältigen Vogelgezwitscher absieht.
Entstanden ist der Bergmähwiesenpfad aus einer Idee, die Vielfalt der Blumen und Pflanzen im Vogelsberg zu erhalten. Entgegen der üblichen Tradition werden diese Wiesen nur einmal gemäht und die Landwirte erhalten eine Entschädigung.
Auf schmalen Pfaden ging es zu einer Hütte am Ernstberg. Nach einer ausgiebigen Rast auf dem Ernstberg mit sehr schönen Ausblicken gen Spessart und Rhön ging es danach steil bergab, um dann bei nächster Gelegenheit wieder zum nächsten Anstieg zu gelangen. Hier kamen wir ordentlich ins Schnaufen und auch Schwitzen und erreichten dann den Aussichtspunkt auf der Herchenhainer Höhe. Von hier aus hatten wir über Rhön, Spessart, Odenwald bis hin zum Taunus und Gießener Becken alles im Blick – alles in einem leichten Dunstschleier, aber gut zu sehen.
Hier trafen sich beide Gruppen. Die Freudigen, die an diesem Tag den Genuss dem Wandern vorzogen, obwohl sie auch ca. 4 Kilometer durch einen lichten Buchenwald liefen, vorbei an einer Felsformation, der „Bonifatiuskanzel“ und einem weiteren alleinstehende Felsen, dem „Gesicht“.
Aber bevor die Wanderung der Freudigen begann, ging es erst einmal, wie sollte es anders sein, in das Café „Vogelschmiede“ auf der Herchenhainer Höhe. Im Schatten sitzend ließen sie es sich bei Kaffee und leckerem, morgens frisch gebackenem Kuchen gut gehen und genossen dabei die wunderbare Aussicht ringsherum. Danach brach die Gruppe zu der kleinen Wanderung auf.
Nach einem kleinen Rundgang durch den Wald gab es am Waldrand, oberhalb einer Blumenwiese, eine Rast und auch hier konnte man wieder den herrlichen Ausblick in die Ferne genießen.
Nachdem sich beide Gruppen am Waldrand getroffen hatten, liefen wir gemeinsam über einen Pfad durch die Blumenwiese zum Bus, der wegen der Hitze alle nach Hartmannshain zum Einkehrschwung in „Das Tor zum Vogelsberg“ fuhr.
Gemütlich im schönen Garten, im Schatten wurde erst einmal der Durst gestillt und danach schmeckte auch das Essen allen gut. Der Service war flott, freundlich und sehr gut organisiert.
Anne und Jürgen







